Männer

Home/Männer

Es sind schwierige  Zeiten für Männer.

Die alten Rollenbilder sind überkommen und auch in Verruf geraten – der klassische Mann ist ein Auslaufmodell.  Oder…?

Körperkraft, Tapferkeit, Gradlinigkeit,– das waren mal männliche Tugenden, die die Identität eines Mannes ausmachten und allseits angesehen waren. Der Versorger, Ernährer, Beschützer und Krieger sollte er sein und war er.

Es war also klar, was von einem Mann erwartet wurde, und die meisten Männer versuchten tapfer, diesem Bild zu entsprechen.

Heute haben Maschinen viele körperliche schwere Arbeiten übernommen, die Frauen können mit eigener Arbeit und mit Hilfe des Sozialstaates  sich selbst finanziell versorgen, die Kriminalität hat zum Glück stark abgenommen und in Deutschland haben wir seit über 70 Jahren Frieden – allerdings lassen Männer als Soldaten auch heute ihr Leben für die Gemeinschaft, z.B. in Afghanistan.

Frauen  haben mit ihrer starken Öffnung der Frauenrolle seit den 70er-Jahren auch eine Neuinterpretation der Männerrolle ermöglicht und fordern dies auch von Männern ein… aber so einfach ist es doch nicht.

Widersprüche wohin man guckt:

Noch immer verdienen Männer mehr als Frauen  und arbeiten  länger. Die Unternehmen machen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht einfach und reagieren nur schwerfällig auf die Wünsche von jungen Vätern  sich auch zeitmäßig mehr als Vater zu engagieren. Viele Frauen befürworten es grundsätzlich, wenn ein Vater mal überwiegend die Verantwortung für kleine Kinder übernimmt und  sich 1 – 2 Jahre als Hausmann kümmert – aber nur die wenigsten wünschen sich, dass ihrMann das tut.

 Als erwünschte männliche Eigenschaften werden von Frauen gern genannt: Zärtlichkeit, Zurückhaltung, fürsorglicher Vater, empfindsam und sanft – zusammengefasst: sollte bei Bedarf auch in der Öffentlichkeit weinen können.

Gleichzeitig gelten allerdings immer noch die alten Erwartungen, nur diesmal sozusagen heimlich:

 Erfolgreich möge er sein, stark, gut aussehend, genug Geld verdienen und einen vorzeigbaren Status haben. Zusammengenommen ist diese Erwartungshaltung die Quadratur des Kreises und kaum zu erfüllen. In der Psychologie nennt man das einen „Double-bind“: sich wiedersprechende Botschaften werden miteinander verknüpft und sorgen erwartungsgemäß bei vielen Männern für Verwirrung und Desorientierung.

Die Versuche von Männern sich an dem zu orientieren, was (ihre) Frauen von ihnen erwarten sind aus meiner Sicht und meiner ganzen beruflichen Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt und führen nur in die Irre.

Was es heißt ein Mann zu sein, können Jungen und Männern nur von Männern und im Kontakt mit Männern lernen.

Antworten auf Ihre Fragen über Ihre Vorstellung von Männlichkeit können Sie nur in sich selbst finden.

Dafür eignen sich meine Männerseminare sehr gut.

Wir arbeiten nach einem kurzen theoretischen Input überwiegend erfahrungs- und körperorientiert mit Übungen zu den jeweiligen Themen: allein, zu zweit, in Kleingruppen. Das beinhaltet Übungen zur Körperwahrnehmung, Körperausdruck, in Bewegung und Stille. Der Austausch zu zweit und in der Gesamtgruppe hilft die gemachten Erfahrungen einzuordnen, zu verarbeiten und daraus Handlungsoptionen für die Zukunft anzuleiten.

So gesehen gehört zu einem Männerseminar die Erforschung des eigenen Selbst, ohne festes Ziel, ohne klares zu erwartendes Ergebnis, ohne Bewertung (zumindest von außen). Nur wer sich als Mann gut kennt, weiß, welche Erfahrungen und  Prägungen ihn sozialisiert haben, wo seine wunden Punkte, blinde Flecken, aber natürlich auch Träume und Stärken liegen,  kommt dem Wunsch nach einer fundierten männlichen Identität näher. Und diese Entdeckungsreise mit andern zusammen kann auch Freude mit sich bringen, Lust an der Begegnung mit Männern, die auch auf der Suche sind.

All dies kann in einer Gruppenatmosphäre geschehen, die geprägt ist von gegenseitiger Akzeptanz, Neugier und Interesse an einander, Vertrauen und Respekt – alle Männer sind auf dem Weg ihre Identität zu formen, alle bringen sowohl schöne wie schmerzhafte Gefühle und Erinnerungen mit – das verbindet sehr schnell ganz stark. Und die Verbundenheit und Offenheit miteinander, die eigentlich immer schneller entsteht als viele Teilnehmer sich das vorstellen, macht Männerbegegnungen möglich, die tiefer, aber auch einfacher und spielerischer sind als die, die die meisten Männer aus ihrem Leben kannten.

Denn der Konkurrenz- und Leistungsdruck, der Männern üblicherweise zur zweiten Haut geworden ist, ist hier nicht nötig und wäre auch eher hinderlich. Der offenherzige Austausch mit anderen betroffenen Männern zu Themen, zu denen meist jeder Mann denkt: nur ich alleine habe das Problem und muss es auch alleine lösen – nimmt schnell Druck weg, relativiert die Dramatik des Problems und bringt Lösungen anderer als gute Ideen für das eignen Leben mit sich.  

Seminare zu verschiedenen Themen finden Sie demnächst hier