Episode 002                                           28.3.2020                                         veröffentlicht:

Sieben Wege dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwertgefühl erfolgreich zu ruinieren

Ein provokativer Titel – ich weiß, es ist immer besser, wenn die anderen schuld sind. Finde ich auch. Aber: So ist das Leben nicht.

Wenn Du diese Folge gelesen hast, wirst Du wissen, auf welchen Wegen und Pfaden sich dein Selbstbewusstsein verringern kann – und wie es gestärkt werden kann, mit dem Fokus darauf, was Du selber dazu tust um das eine oder andere zu bewirken.

Vielleicht kennst Du das ja auch:

  • Du hast Dich für ein Meeting super gut vorbereitet, hast was zusammengestellt, hast Dir die Argumentationslinie vorbereitet. Und erst mal kommen die anderen dran, die ja immer vorne was zu sagen haben müssen, das kennt man ja. Bis dann der Teamleiter sagt: so, noch jemand? Und Du müsstest eigentlich nur den Finger heben… Aber Du machst es nicht. Dir sind Zweifel gekommen, ob das wirklich gut genug ist was Du da vorbereitet hast. Und ob die anderen das nicht in der Luft zerreißen. Und überhaupt: ob das reicht was Du da bringst.
  • Oder Du gehst häufig Joggen, Du bist ehrgeizig ein bisschen und willst Deine Zeit verbessern. Du willst vorankommen. Hast Dir vielleicht ein Ziel gesetzt, in drei Monaten einen Halbmarathon zulaufen, sagen wir mal.
    Na ja, Du wirst auch besser, aber so langsam und Du siehst im Geiste schon alle, die an Dir vorbei sausen werden – weil das einfach nicht reicht, was Du bringst und ob Du überhaupt guter Sportler jemals werden will wirst?
  • Du findest keinen Partner für eine langfristige Liebesbeziehung. Und Du denkst: das wird wohl an mir selbst liegen:

– ich bin nicht attraktiv genug
– ich bin nicht schlau genug
– ich bin nicht klug genug
– ich bin nicht unterhaltsam genug
– und überhaupt und überhaupt und überhaupt…

Vielleicht hast Du ein wackeliges Selbstwertgefühl und deswegen bist Du auch hier bei diesem Thema gelandet. Und jetzt kommen die Wege, wie Du dein Selbstwertgefühl noch viel weiter runter drücken kannst:

1. Strebe nach Perfektion oder besser: sei perfekt!
Bei allem was Du tust achte darauf, dass es wirklich hundertprozentig ist. Und sicher hundertprozentig! Prüfe alles, was Du raus gibst auf der Arbeit, immer nochmal nach. Lieber zweimal oder dreimal. Gönne Dir da selber keine Schwäche! Alles muss einfach wirklich perfekt sein, jeder kleine Federstrich, jedes kleine Detail. Es gibt Leute die geben sich mit 60,70, 80 Prozent zufrieden und erzählen, was sie für tolle Hechte sind. Du bist anders! Damit gibst Du Dich nicht zufrieden, sondern Du willst einfach alles richtig machen. Und dazu sind hier im Kopf auch diese klugen Sprüche wie:

          • Von nichts kommt nichts
          • Wer rastet der rostet
          • Nur die Harten kommen in den Garten

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2. Vergleiche Dich immer nur mit den Besten auf diesem Gebiet

Wenn Du laufen willst, lies die Ergebnisse des letzten Volkslaufs hier in der Gegend, guck Dir die drei Zeiten der besten Läufer auf Deiner Distanz an. Vergleich sie mit deiner Zeit – grauenhaft! Gut das sind Halbprofis, aber das ist egal, denn das spielt keine Rolle – es geht darum, was Du im Kern bist und was Du kannst – und was nicht.
Auch auf anderen Gebieten: messe Dich nur an den Besten. Wenn Du in deinem Unternehmen aufsteigen willst, messe Dich mit dem, der fünf Jahre vor Dir angefangen hat. Gut, der ist zwar zwei Hierarchieebenen vor Dir. Aber warum bist Du da nicht? Du könnte es auch sein.  Du musst einfach nur ein bisschen mehr Gas geben.

3. Drittens setze Dir Ziele, die fast oder ganz unerreichbar sind

Deine Ziele müssen ganz hoch, sein sonst wird das alles nichts. Nimm Dir nicht den nächsten Schritt vor und irgendetwas, was Du in ein paar Monaten so nebenbei erledigen kannst, das taugt auch nix. Richtig wertvoll sind nur die ganz hohen Ziele. Solche, die Du Dir vorstellen kannst, wenn alles perfekt läuft und wenn Du Dich alles gibs. Punkt eins und zwei kommen da wieder ins Spiel. Dann kannst Du es schaffen – vielleicht.
Alles was darunter ist taugt auch nichts. Sei ehrlich zu Dir – Du musst auch ein bisschen Härte zu Dir selber aufbringen. Zu viel Nachsicht und Güte, das hilft überhaupt nicht, vergiss es.

4. Frage nie andere Menschen was sie an Dir schätzen was sie an Dir mögen

Oder wo sie deine Stärken sehen, oder sogar worum sie Dich beneiden. Was sollte das sein? Mach das niemals, nie! Wenn Dir andere Menschen so eine Art Rückmeldung geben, Wertschätzung, Anerkennung: dies kannst Du so toll, machst Du so gut, ich wünschte mir, davon hätte ich mehr oder ich bewundere Dich sogar:  glaube Ihnen kein Wort.
Wahrscheinlich ist das so ein Deal oder so: die sagen Dir was Nettes und dafür sollst Du etwas tun für sie. Oder aber sie sind einfach nur zu höflich um Dir die Wahrheit zu sagen, nämlich dass Du gar nichts auf dem Kasten hast. Oder sie sind zu feige… bleib misstrauisch anderen gegenüber!

4. Erinnere Dich regelmäßig an das was schon schiefgegangen ist in deinem Leben


Und wofür Du verantwortlich bist: egal, ob es jemand anders mitgekriegt hat oder nicht; egal ob wirklich etwas passiert ist, etwas total schiefgegangen ist:  ein Malheur, eine Panne, eine Pleite oder eine Niederlage, weil Du etwas nicht erreicht hast oder unaufmerksam warst und nicht hundertprozentig konzentriert warst.
Und egal ob das nur Dinge waren, wo Du Dich selber einfach verglichen hast mit dem Ziel, wo Du hinwolltest oder ob du erschrocken warst darüber, wie blind Du manchmal bist oder wie doof. Dazu können auch Sachen, Ereignisse gehören, die Dir richtig peinlich waren oder wo Du Dich regelrecht geschämt hast. Das gehört manchmal auch dazu!

Mach Dir eine Liste am besten, damit Du das nicht vergisst, eine Liste deiner Niederlagen. Und die guckst Du jede Woche z.B. einmal mindestens richtig durch. Kann auch häufiger sein. Und Du musst richtig in diese Gefühle einsteigen, also nicht nur verstandesmäßig runter lesen, sondern erinnere Dich, wie Du Dich gefühlt hast. Du kannst die Liste auch weiterführen, indem Du Dir jetzt schon mal ausmalst, was Du noch alles vergeigen kannst in Zukunft. Und die nächsten Sachen, die anstehen, die früher schon mal schiefgegangen sind oder wo Du Dich unpassend verhalten hast, oder Du einfach nur das Gefühl hattest:  ich kann das nicht… Guck mal so in die Zukunft: das könnte doch wieder passieren.

6. Scheue vor jeder Hürde zurück, die neu ist

Ansonsten verhalte Dich einfach so wie immer, ändere gar nichts, auch wenn es zu Schwierigkeiten führte in der Vergangenheit.
Wenn sich wiederholende Aufgaben oder Termine oder Gelegenheiten wieder mal anstehen, auch im privaten Bereich: verhalte Dich immer so wie damals, als es schon mal nicht geklappt hat – ändere bloß nix.
Und wenn es neue Aufgaben gibt, Herausforderungen, die unbekannt sind oder unklar, die Du jetzt also nicht einschätzen kannst, bei denen Du keine Kontrolle darüber hast:  Versuche es lieber erst nicht. Halte Dich einfach an die guten alten Sprichwörter: „habe ich schon immer so gemacht!“ Und: “hab ich noch nie so gemacht!“, dann klappt das auch.

7. Erinner Dich mal an Botschaften in deiner Kindheit

Bestimmt hast zu diesem Thema etwas mitbekommen von deinen Eltern: Situationen, in denen gemeckert wurde von denen wegen irgendetwas, was Du verbockt hast, weil Du nicht gut genug warst, weil Du Dich danebenbenommen hast oder deren Erwartungen nicht entsprochen hast. An was Du dich immer erinnern kannst, tauch da mal ein. Du kannst z.B.  auch mal ein altes Foto Album wieder herholen und durchgucken, das hilft manchmal. Da tauchen vielleicht auch so Sätze in Deinem Kopf wieder auf.: welche, die ausgesprochen wurden, andere, die nie so direkt formuliert worden sind, aber wo Du doch etwas mitgekriegt hast, was Dir sagt: mit Dir ist einfach nicht viel Staat zu machen. Solche Erwartungen und Botschaften kriechen oft unter dem Teppich durch und kommen trotzdem an bei uns als Merksätze.

Das waren die sieben Regeln und jetzt weißt Du, was Du selber dazu beitragen könntest ist oder noch kannst, um dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwertgefühl richtig in die Knie zu zwingen.

Prägung durch Lebensthemen

Vielleicht hast Du auch schon manches entdeckt in dieser Auflistung: Sätze, die Du kennst oder selbst benutzt innerlich oder die einfach in deinem Kopf sind. Wenn Du Dich jetzt fragst, warum Du diese ganzen seltsamen Regeln lesen sollst und was ich Dir hier eigentlich erzählen will, wenn es doch nicht weiterhilft:

wenn du dein Selbstbewusstsein stärken willst:  Du musst einfach nur das Gegenteil tun von allem, was in diesen sieben Regeln enthalten ist.

Vielleicht hast Du Dich eben erinnert an Glaubensätze, die Du früh gelernt hast oder wie Dir diese Sätze des „inneren Antreibers“ bekannt vorkommen. Das ist ein ganz guter Hinweis darauf, wie sehr wir auch als erwachsene Menschen noch von Erlebnissen in unserer frühen Kindheit geprägt sind und, wie die heute oft noch gelten. Das ist uns meistens nicht so bewusst. Das ist das Problem daran, man kommt mit dem Verstand alleine gar nicht weiter. Wir müssen das innerlich erleben oder in einer inneren Achtsamkeit eine „Etage tiefer steigen“ und Kontakt bekommen zu den unbewussten Bereichen unsrer Persönlichkeit.

Das ist etwas was, was ich in meiner Arbeit im Coaching oft tue.  Es geht auch ziemlich zügig, um zu erkennen, wo jemand eigentlich steht und was er erst mal mitgekriegt hat als grundlegende Botschaft oder als Auftrag von seinen Eltern. Jeder von uns ist in der Kindheit erst einmal auf ein bestimmtes Gleis gesetzt worden durch die Bedingungen, in denen wir aufgewachsen sind, Erfahrungen, die wir gemacht haben, gute wie schlechte, Gefühle, mit denen wir fertig werden mussten. Und auf diesem Gleis fahren wir auch los.

Du hast tausend Möglichkeiten – du musst sie nur entdecken

Oft ist es so, dass Menschen dieses Gleis immer weiterfahren und auch den Eindruck haben, es gäbe eigentlich kein anderes und auch nur eine Spur. Aber diese Arbeit mit der eigenen Persönlichkeit kann den Blick dafür öffnen, wie viele Weichen es gibt, Abzweigungen die man nehmen kann. Und dann kommen noch weitere Abzweigungen und noch welche.

Es gibt zig Möglichkeiten, wie Du dein Leben gestalten kannst als erwachsener Mensch. Die hattest du als Kind nicht, weil du von deinen Eltern abhängig warst und dich einpassen musstest an die Möglichkeiten, die es gab.

Jetzt hast du viel mehr Möglichkeiten zu handeln und dein Leben zu steuern, aber unsere Wahrnehmung hängt oft noch zurück – wir sehen die Welt dann mit kindlichen Augen, und auch das Selbstbild hängt noch sehr zurück.

Genau darum geht es bei Persönlichkeitsentwicklung: hinzugucken was ist deine Ausgangssituation, woher stammen deine Probleme und dann mit einer neuen Sichtweise Möglichkeiten zu entdecken und anzugehen, die vorher gar nicht so sichtbar waren.

Zu dieser Figur des Inneren Angreifers die ich erwähnt habe:  es gibt eine Instanz in unserer Psyche, die mal so genannt wird oder der Richter oder innerer Zensor. Dieser Begriff ist bekannt durch den Psychologen Schulz von Thun, der ihn als ein Mitglied des „Inneren Teams“ aufgeführt hat. Dieser ist eigentlich eine Instanz, die uns hilft, indem sie uns vor Gefahren warnt oder vor zu viel Risiko, die um uns besorgt, ist aber die manchmal auch in etwas Gemeines und Grausames abdriften kann. Der innere Richter kann abwertend sein, wie:  es hat sowieso keinen Sinn, Du taugst nichts, Du bist einfach zu doof und Du wirst nie da rauskommen – etwas in dieser Richtung, so dass es wirklich hart ist. Dann geht es darum einen Weg zu suchen und z.B. mit dieser Instanz innerlich ins Gespräch zu kommen und sich auf bestimmte Dinge einigen kann oder ihn zu entmachten.

Vielleicht kannst Du auch sehen, dass sich an dieses Thema andere anknüpfen die benachbart sind und damit verbunden. Das Thema Grenzen zum Beispiel knüpft dort an: wenn Du ein wackeliges Selbstbewusstsein hast, dann ist es wahrscheinlich, dass es Dir schwerfällt Grenzen zu setzen, sich abzugrenzen, nein zu sagen. Und wenn das so ist, wirst Du Probleme bekommen in Konflikten, weil Du zu schnell zurückziehst, Du Dich nicht gut behaupten kannst, nicht gut vertreten kannst. Oder weil Du Konflikte völlig vermeidest aus Angst davor.

Das ist für langjährige Beziehungen gar nicht hilfreich und führt zu enormen Schwierigkeiten. Es könnte weiterhin sein, dass Du mit der Burnout-Problematik konfrontiert wirst. Und zwar genau aus demselben Grund, weil es Dir schwerfällt nein zu sagen und irgendwo eine Grenze zu ziehen.

Ich hoffe, dass es verständlich wird: man kann an einem Thema anfangen und auch gut damit arbeiten und vorankommen. Aber dann öffnet sich sozusagen das Feld, was noch alles möglich ist, sodass eine nicht nur eine Verhaltensänderung eintreten kann, sondern mehr eine wirkliche Wandlung deiner Persönlichkeit, eine Transformation.




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